Die Zeiten ändern sich



Die Zeiten ändern sich und mit der großen Invasion Borbarads sind viele der alten Meisterpersonen, die schon von Anfang an dabei waren, gestorben. Auf grausamste Weise von glühenden Eisen massakriert, dämonischen Pfeilen durchbohrt, von Horden metzelnder Daimoniden zerstückelt, in der Mitte zerteilt, gevierteilt, geachtteilt, zerrissen und mit stumpfen Löffeln bei lebendigem Leib ausgehöhlt... (öh, ja...) Um manche trauert man mehr (Herzog Waldemar), um manche weniger (Ralf der Hufschmied).Doch eins wird klar: Die Meisterpersonen-Helden sind rar geworden. Man blättere nur einmal durch "Das Land des Schwarzen Auges": Viele sind schon gegangen und viele werden noch gehen, denn der Krieg wird noch lange andauern.
Ein genialer Trick der Redaktion, auf diese Weise Aventurien von altersgreisen mittlerweile Möchtegern-Helden zu entrümpeln. Doch da gibt es einen, der von der DSA - Redaktion nie berücksichtigt wird, der aber dennoch von Anfang an dabei war und bei fast jedem Abenteuer mitgewirkt hat - zumindest als unsichtbarer Schutzpatron. Man erinnere sich nur einmal, wie oft das Schicksal (der Meister) einem Helden das Leben gerettet hat. Das Schicksal? Natürlich nicht, denn der Meister muss hart bleiben. ER war natürlich der Retter in letzter Not.
Neuesten Informationen nach, welche wir bei einem ... äh ... nennen wir es mal Keulenschwung-Unfall ... nem dummen Elf abluchsen konnten, liegt der Grund des heutigen Verhaltens der Redaktion bei folgender Geschichte (wir übernehmen keinerlei Verantwortung für das folgende vom Elf geschriebene): Am Anfang war nichts, doch als die Heiligkeit Ulrich K., seines Zeichens göttlicher Diplom-Weltenbauer mit abgeschlossener Ingenieurausbildung und einer dreijährigen Trimestererfahrung in Fantasyfilmbeschauung, Dere erschuf, wurde gleichzeitig eine Welt für den größten aller Helden geschaffen - für IHN. Zu dieser Zeit schwirrte unser Held jedoch noch als ungefertigte Fluse in irgendeinem Künstlerhirn herum, welches erst viele Monde später für einen Diplom-Weltenbauer Coverbilder zeichnen musste (auf Grund von Spielschulden - schon früh konnte Ulrich großartig schummeln! Er erfand auch den W6 der nur sechsen udn fünfen würft). Auf Dere vergingen unterdessen ein paar Jährchen und als der "Weltenbauer, Diplom" ein wenig mehr Zeit gefunden hatte (und auch der neueste Fantasyfilm im TV gelaufen war), brach auf Dere eine neue Zeitrechnung an. Das Zeitalter der Menschheit. Sicher, zu Anfang wurde es noch durch Angriffe von Außerirdischen oder sonstigem Namenlosen Zeugs erschüttert, doch mit Hilfe von IHM, dem größten Schwertmeister aller Zeiten, konnte Aventurien, ja genau, so hieß es damals und auch jetzt noch, gegenüber allen Machtansprüchen von Klingonen oder militanten Weltraumschmunzelhasen verteidigt werden. Übrigens, ER konnte Jahre später seinen Titel als größter Recke Deres verteidigen, als er Svenja Weißmantel im Zweikampf besiegte. ER war damit auch Schwertmeister II. Seitdem kommt es aber immer wieder zu Gefechten mit der Anhängerschaft Svenja Weißmantels, die IHN vornehmlich in Tavernen überfallen - egal ob mit dem fiesen Manteltrick, dem Schwert und/oder Zauberstab, wenn ihr wisst was ich meine. ER tauchte also schon sehr früh in Erzählungen, Höhlenmalereien (bedeutendster Fund in den Höhlen des Seeogers) oder Sagen auf. Schon im Krieg der Magier hat er das Blatt noch wenden können und den totalen Sieg Borbarads verhindert. ER wäre heutzutage sicherlich praiosgleich, wenn sich in der Realität nicht etwas getan hätte: Ulrich, wie wir ihn hier einfach mal nennen wollen, verfiel nämlich dem Größenwahn. Er wollte etwas bauen, was in ganz Deutschland und darüber hinaus bekannt sein sollte (ja, ja, lasst den Typen da hinten ruhig reden ...) und so scharrte er einige Spießgesellen, die er durch die ganze Filmeguckerei und vor allem durch sein Hobby kennengelernt hatte, um sich und fing an, Vorlesung nach Vorlesung sausen zu lassen. Diese Spießgesellen kannten IHN jedoch nicht und Ulrich verschwieg ihnen die Existenz dieses (seinen) Superhelden. Er wollte IHN seinen Gesellen unbedingt persönlich vorstellen und forschte nach einem Weg in seine Welt. Während der ganzen Zeit arbeitete ER für Ulrich und erforschte den neuen Kontinent Meter für Meter. Er durchzog das Orkland, ritt mit einer Pferdekutsche durch das verschneite Bornland. Er war in der Wüste Khom ebenso zu Hause, wie in den Echsensümpfen. Der Dschungel von Kun-Kau-Peh oder etliche Schlösser am Yaquir wurden von ihm erschlossen. Die Informationen über all diese Lande bekam dann Ulrich. Wie? Das weiß niemand! Eines Tages dann fand Ulrich den Weg in "sein Land", und kurz gesagt, er fand nicht mehr heraus und verstarb in der Realität! Sein Traum hatte sich zu dem Zeitpunkt allerdings schon in die Realität umgesetzt. Das Rollenspiel "Das Schwarze Ohr" (oder so) war mittlerweile in allen deutschsprachigen Ländern vertreten und Meister wie wissensdurstige Spieler gaben ihr Geld fortan nicht mehr für Panini-Sammelbilder aus, sondern für Boxen und Abenteuer. Mit dem plötzlichen "Tod" Ulrichs blieb aber auch das Geheimnis um IHN für ewig verborgen und bislang ist der Redaktion nicht aufgefallen, was in "ihrem" Reich für ein Superheld herumläuft. Wohnhaft war ER lange Jahre in der Hauptstadt der Seefahrer, in Thorwal und sicherlich hat ER das typische Bild der größten Seefahrer Aventuriens geprägt. In Thorwal besaß ER eine kleine Schenke, die zur Tarnung als Haus Travias bezeichnet wurde, allerdings kein Götterhaus war. Dort erhielt ER die neuesten Anweisungen von Uli. Zumindest bis zu jenem Tage, als Uli den Weg nach Aventurien fand. Ihr könnt euch ja vorstellen, was in den ganzen Sphären los war. Götter wie Elementarherren und Dämonensultane begannen mit sofort folgenden Aktivitäten - nix genaueres weiß man da! Es kamen Schatten über Travias Haus auf (Rudis Schenke, ihr erinnert euch!) und ER begab sich auf eine Queste, um den verschollenen Uli zu finden - auf eine Suche nach einem neuen Kaiser! ER Folgte dem Drachenhals und was für Phileasson und seine Crew wie die Erforschung der uralten Hochelfen und die spätere Befreiung ihres Königs erschien, zielte eigentlich auf die Rettung Uli´s (Na, fällt euch im Nachhinein nicht etwas Seltsames am "Elfenkönig" auf? Klar, der sitzt doch im Blautann!!!) Bei der Fahrt in den Norden war er ebenso dabei, wie bei der Durchquerung der Khom - so unsichtbar für die Helden wie der Wind der Wüste. Wie die Geschichte ausging, wisst ihr ja sicher (oder ihr solltet die Abenteuerserie doch mal spielen!!!!). Uli hatte Xeledons Rache überstanden. Wo Ulrich sich nun wirklich aufhält, ist geheim, doch wir vermuten auf den Inseln im Nebel - in der Stadt des (zurückgekehrten und nun nicht mehr) toten Herrschers.

Rudis Questen und Aufgaben gingen nach Uli´s Rettung weiter. In den Kanälen von Grangor soll Wochenlang eine auffällige Person herumgestreunt sein, die etwas suchte, anscheinend jedoch nichts fand und dann Stromaufwärts wieder verschwand. Die KGIA widmete sich diesem Fall, denn sie vermutete nichts gutes. Allerdings hat sie IHN nie zu Gesicht bekommen, immer wieder entschlüpfte ER den Fallen und Hinterhalten wie Sand in Rashtullahs Hand. Könnt ihr euch noch an das Donnersturmrennen erinnern? Glaubt ihr, ohne Rudi´s Hilfe hättet ihr diesen legendären Wagen jemals bekommen?

Jeder Held müsste IHN kennen, denn ER war bei jeder Heldengeburt dabei. In Stunden der Entscheidung oder einem Alptraum ohne Ende hielt ER immer zu seinen Schützlingen, egal wieviel 1000 Oger auch kamen, ER war zur Stelle, wenn es um Leben oder Tod ging. Doch mit der stetig wachsenden Zahl von Rollenspielbegeisterten in Deutschland schwand auch SEINE Macht (ein Nachteil den Ulrich nicht bedacht hatte) und so verletzte es IHN immer schwer, wenn irgendwo in Aventurien wieder ein Held starb, weil ER woanders aushelfen musste. Ulrich hätte von "außen" zwar dem Sterben Einhalt gebieten können, doch Ulrich befand sich ja schon in seiner Welt - die Spielerzahl war einfach zu groß geworden und wuchs zudem stetig.

ER gibt niemals auf und ER muß täglich hunderten von fantasybegeisterten Spielern in ganz Deutschland zur Seite stehen, egal ob an der Spielrunde oder am Computer. Jeder kennt IHN und jeder hat IHN schon einmal gesehen, ja wirklich jeder!!! Für einen gewöhnlichen Aventurier sieht ER aus wie ein Thorwaler. Er hat rotblondes, langes Haar, ein kluges, markantes Gesicht, das manchmal durch zwei geflochtene Zöpfe eingerahmt wird. Dazu ein langer Schnauzbart, auf dem Kopf häufig eine Sturmhaube mit zwei langen, großen, weißen Federbüschen an der Seite. Große Stulpenstiefel und ein muskulöser Oberkörper, der zumeist frei von jedem hinderlichen Stoffe ist. Wer ihn jetzt noch nicht erkannt hat, ja der ist kein richtiger DSA Spieler/Meister.

Es ist RUDI IMMERDAHR

Und mit diesem Artikel wollen wir sagen: RUDI, du bist der Größte, wir danken dir!!!