Elfen, die Sheriffs Aventuriens



Wie Tolkiens "Herr der Ringe" schädlich für DSA sein kann
-oder-
Elfen, die Sheriffs Aventuriens

Eigentlich ist gegen Tolkiens "Herr der Ringe" ja nichts einzuwenden und auch Elfen können heldenhafte Kämpfer sein, auch wenn sie manchmal mit ihren Naturerhaltungstrieben verrückte Spinner geschimpft werden, um es mit den Worten eines Zwerges auszudrücken. Aber was sich an diesen Pfingstabenden vom 21.05 bis 24.05.1999 in den dunklen Kellergewölben an der Tischtennisplatte abspielte, ist selbst für den elfenfreundlichsten Tolkien Fan zu viel. Doch auch mich trifft schwere Schuld. In einem kleinen unschuldigen Buchladen entdeckte ich die neueste Tolkien-Ergänzung, das Quizbuch, und ohne zu Wissen was es auslösen wird, brachte ich es zu unserem nächsten DSA Abend mit. Als unser Tolkien-Besessener Meister dann die Frage "wer Bilbo nach Schweinshaxe und Salat fragte" nicht beantworten konnte, beschloß er eine Generalwiederholung des "Herr der Ringe" zu starten, sicherlich zum 38 Mal. Dabei ist es dann auch passiert. Verzaubert von der Eleganz, der Anmut und dem Glauben der Elfen, etwas Besseres zu sein, beschloß er, das Volk der altertümlichen Greenpeace-Vorgänger aus ihrem Herumgedöse zu reißen und sie mit Macht und dem Willen auszurüsten, Gerechtigkeit, Friede und Naturschutz unter die Menschen zu bringen. Einige verzichten dabei auch nicht auf Gewaltandrohung, nicht wahr Herr Faelandel Frühlingswiese (Avent. Bote Nr. 78, S. 8). Bevor ich jetzt aber mit der Erzählung der wohl mit bedeutendsten Geschehnissen in meiner 7-jährigen Rollenspielkariere beginne, müssen noch einige Worte zu unserer Gruppe fallen. Wir bestehen aus 6 heldenhaften Draufgängern die sich jedes Wochenende zusammenfinden, um auf die Jagd nach Monstern, Borbaradianern und Schätzen zu gehen. Im einzelnen wären da der Illusionist Aaron Seewander von der Schule des Seienden Scheins zu Zorgan, der Amboßzwergenkämpfer Xoldarim, die hünenhaften Thorwaler Togrim und Olaf, sowie Glorfindel und Kuri, beide vom dem Volk, bei denen bei zu viel Verlogenheit nicht die Nase, sondern die Ohren wachsen, ja es sind zwei Elfen.


1.Abend (Togrim, Olaf, Glorfindel und Kuri)

Es geschah im zweiten Gezeichneten Band, "Unsterbliche Gier" und schon bald sollten wir herausfinden wie ernst unser Meister diesen Titel nahm, doch dazu später mehr. Wir waren in den Blautann marschiert, um die Oberhexe Luzelin zu besuchen. Bis dahin lief noch alles nach Plan, äh nach Abenteuer. Die ebenfalls zum Vampir mutierte Luzelin flippte zwar ein wenig aus, doch auch dies überlebten alle von uns, wenn auch zum Teil stark ramponiert. Als wir am nächsten Morgen dann dabei waren, ihre Grotte auf den Kopf zu stellen, um Artefakte oder Schätze sicher zu stellen, überraschte uns der Höhlendrache Islaaran. Da wir nicht auf die Metzgerkünste unsres Zwerges Xoldarim zurückgreifen konnten, wäre es sicher ein harter und blutiger Kampf geworden, doch es war keine Zeit für Egoismus und Heldenmut. Unsere beiden Elfenfreunde waren allein dort draußen im finstren Wald (durch Zauberei konnten sie sich vorher in Sicherheit bringen), völlig verstört und verängstigt von diesem bestialisch stinkendem Ungetüm. Es blieb uns, Togrim und Olaf, nichts anderes übrig als den Drachen auszutricksen und uns schnell zu unseren Elfenfreunden durchzuschlagen. Wer weiß welch bösartiger Ameisenhaufen sich die elfische Lethargie zu nutzen machen wollte, um diese in ihren Bau zu tragen und sie dort in einem gewaltigen Festmal lebend zu verspeisen, wir mussten uns beeilen!! Allen Göttern zum Dank, wir kamen nicht zu spät. Weit weg von der Höhle dieses Ungetüms, das jetzt wahrscheinlich unsere Artefakte aufsammelte, fingen sich die Elfen wieder und wir traten aus dem Wald hinaus, schwer gedemütigt natürlich, denn wahre Held streben nach Ruhm und Reichtum, und beides kann man bei einem Höhlendrachen zu niedrigen Opfern bekommen. Na ja, die Elfen waren eh dagegen, "einem Lebewesen weh zu tun, nur um Gold und Ruhm zu erlangen?, die wahren Ziele sind doch die Liebe und der Friede,.... oh seht doch diese schöne Blume hier, wie sie duftet und..." Jaja, so ging das damals, aber es kommt noch schlimmer mit diesen Elfen, wartets nur ab...


2.Abend (Aaron, Xoldarim, Togrim, Olaf, Kuri , Glorfindel konnte nicht)

Wir spielten das Abenteuer, das langsam aber sicher in den Hintergrund rückte, schnell zu Ende und machten uns dann in Richtung Blautann auf, fest entschlossen dem Drachen den Gar auszumachen. Unser Meister war entsetzt, er wollte doch nur, daß die Helden nicht die magischen Artefakte von Luzelin bekommen, jetzt mußte er damit rechnen, daß sie diese und viele weitere bekamen, wirklich eine schreckliche Vorstellung. Er versuchte, uns zu bekehren: Eh,..das ist voll scheiße, ich mein,.. eehh,... ach , "..ich weiß nich, aber die Drachen bei DSA sind voll schlecht, bei AD&D und bei Tolkien (Aha, da haben wir es schon wieder, warum muß alles IMMER mit Tolkien verglichen werden) sind die viel besser ...., sollen wir die nicht einfach verbessern?" Welch eine Schnapsidee ihm da doch wieder kam, es muß wohl irgend etwas in der Pizza des Meisters gewesen sein, oder in den Chips?, in den Schoko Crossies?, im Kuchen oder gar im Vanillepudding? Na ja, auf jeden Fall wollte er doch tatsächlich kurz vor dem Kampf gegen den Drachen die ganze Operation stark zu Gunsten des Drachen verändern. Es folgte eine längere Diskussion, das hätte er vorher mit uns abklären müssen, er sah es ein, warnte uns jedoch ein letztes Mal: "ehh, ich spiel den Drachen jetzt so gemein wie es geht und ich habe auch keine Skrupel euch zu töten!" Jaja, mach mal ruhig .."eh, ihr verliert gegen den!" Wir tauschten ein paar Blicke aus und lächelten müde. Der Weg wurde fortgesetzt, Schluß mit dieser Herumdödelei nach Elfenart, schließlich waren sich alle sicher, den Drachen besiegen zu können, oder? Was war mit Glorfindel, wußte er etwa, was dort in diesem dunklen Wald passieren sollte, war es vielleicht sogar mit unserem Meister so abgesprochen? Oder hatte er einfach nur Angst, aber wovor? Sonst steht er auch meist im Hintergrund und verschießt aus sicherer Distanz seine Pfeile. Es kam wie es kommen mußte, auch unser zweiter Naturfreund Kuri machte schlapp und trat den Rückweg aus dem Wald an. Da steckte doch sicherlich eine finstre Verschwörung der Elfen mit dem Meister hinter, wir sollten jedoch erst später darauf kommen und so tappten wir dann ohne eine Warnung unserer Elfenfreunde in die ausgelegte Falle. Allen Gefahren zum Trotz gelangten wir dann auch zum Drachenbau. Unser Meister freute sich schon auf die nächste Heldengenerierung und schickte den Drachen ins Feld. Der Meister hatte sich anscheinend ein paar finstere Tricks ausgedacht, er dachte doch wirklich das wäre unser Ende. Togrim kämpfte plötzlich auf Seiten des Drachen, wurde jedoch mit einem einzigen Schlag von Olaf bewußtlos geschlagen. Als Togrim dann bei der Anzahl der Runden, die er bewußtlos am Boden liegen mußte, auch noch eine 6 würfelte, war die Freude am Spieltisch groß, der Blick des Meisters verfinsterte sich, sollte doch niemand sterben? Doch jetzt war die erste Attacke des Drachen dran: ein Volltreffer, der Zwerg wurde schwer verletzt. Es stand wieder 1:1 unentschieden, triumphierend schaute der Meister in unsere Runde, doch bevor er auch nur dumm grinsen konnte, kam der Feuerstrahl des Magiers Aaron an, 32 TP. Der Zwerg Xoldarim hämmerte danach ebenfalls auf den Drachen ein, welcher die Axt Olafs parieren mußte. 28 und 26 TP verkündete der Zwerg stolz, in der nächsten Runde waren es sogar 24 und ( mit einer eins ) 47 (Tja, die Spieler haben halt in den richtigen Situationen das nötige Glück). So ging das dann noch zwei, drei Runden weiter und der Drache war geschlagen, mit ihm unser Meister. Nach dem ersten Treffer gelang ihm keiner mehr, wie enttäuschend. Völlig frustriert zog sich der Meister erst einmal auf die Toilette zurück, sicherlich mußte er dort auch die ein oder andere Träne wegwischen. Am Spieltisch dachte man schon darüber nach, wie man das ganze Gold wohl am besten transportieren konnte. Unser Meister dagegen kam völlig erschöpft zurück von der Toilette, nichts haßt er mehr als eine dicke Barschaft der Helden, er mußte sich schnell etwas einfallen lassen. Plötzlich war er sehr müde und sowieso war es ja schon so spät, bis morgen kann er sich ja ein paar nette Sachen für den Drachenhort ausdenken, gut , wir gaben nach....


3.Abend (Aaron, Xoldarim, Togrim und Olaf)

Wir wollten uns 1 Stunde vor den anderen (den beiden Elfen) treffen, damit sie dann nachher direkt einsteigen können. Als ich den Meister dann auch abholen wollte konnte er sich nicht von seinem neuen Computerspiel lösen, "wir brauchen eh nur 15 Minuten für den Rest" Na gut, ich gab nach. Später im Kellergewölbe angekommen, warteten die anderen natürlich schon. Wir fingen ziemlich schnell an, eigentlich ungewöhnlich, sonst brauchen wir ein bis zwei Stunden Anlaufzeit. Wir stürmten also weiterhin Richtung Höhle, jeder schon mit den Gedanken bei seiner neuen Axt oder Pferd. Doch im Höhleneingang, da saß dann dieser nackter Elf, hatten wir uns vielleicht im Höhleneingang vertan? Nein, der Elf klärte uns dann auf, daß dies keine elfische Orgienhöhle sei, die ist 400 Meter weiter östlich. Er sitzt nur hier herum, um uns vor den vielen Fallen zu warnen, er wollte aber Hilfe holen. Na ja, bislang hatten wir ja meist gute Erfahrungen mit Elfen gehabt, bislang.... Die Elfen kamen dann auch und dankten uns dafür, daß wir ihren Unterdrücker, den Drachen Islaaran, besiegt hatten, doch schon im nächsten Satz kam ihr eigentlicher Charakter ans Licht. Dieser alte schrumpelige Elfenopa, der sich selbst auch noch König nannte, erzählte irgend etwas von "die Schätze würden gar nicht uns Helden gehören" und dann noch etwas von "Eigentum zurückgeben". Ja, tatsächlich wollten diese UNSTERBLICH GIERIGEN Elfenspinner den gesamten Schatz für sich beanspruchen und uns mit Filzhütchen abspeisen. Die Stimmen überschlugen sich am Spieltisch, was hatte sich der Meister denn jetzt schon wieder ausgedacht? Verbost wie die Helden mit dem doch so ehrenhaften Elfenkönig umgingen, ließ der Meister die "Verhandlungen" beenden. Die 15 Minuten die der Meister für diese Aktion eigentlich brauchen wollte waren natürlich schon längst vergangen, wie konnte er auch erwarten, daß die Helden mit Filzhütchen nicht zufrieden sind. Na ja, auf jeden Fall kamen dann Glorfindel und Kuri in den Keller marschiert. Da bekanntermaßen Scheiße an Scheiße klebt, also zusammenhält, wurden die Elfen überhaupt nicht beachtet. Der Meister hatte sich zurück in seinen Stuhl gelehnt und grinste gelassen. Gut, daß er vorher noch Tolkien gelesen hatte, die Idee mit den Elfen war wirklich genial. Sie hinkte zwar, aber irgendwie geht das schon. Das Gold des Schatzes sollte an die gehen, die es verloren hatten, "häh, hat der Drache die etwa leben gelassen?, oder was ist mit denen, die vor 1000 Jahren bestohlen wurden?". Eine Antwort gab es natürlich nicht und so gingen wir dann selbst in Richtung Drachenhöhle. Die Fallen stellten natürlich überhaupt kein Problem dar, denn die Idee, mit dem Karfunkel durch den Gang zu gehen, war wirklich genial, das mußte auch der Meister zugeben. In der Schatzkammer mußte der Meister dann natürlich ein wenig improvisieren, er hatte ja nicht damit gerechnet, daß die Helden die Filzhütchen nicht als Belohnung annehmen würden. Vollgepackt mit den dollsten Sachen (die wollte der Meister sich dann zu Hause überlegen, aber in Wirklichkeit wußte er natürlich, daß wir keines davon behalten würden) gingen wir nach draußen vor die Höhle. Wir statteten den Elfen dann aber noch einen Besuch ab, vielleicht waren unter den Dingen, die wir ausgesucht hatten, ja wirklich Sachen, die die Elfen benötigten oder ihnen sehr viel bedeuteten. Der Oberelfenopa der ganzen Abstaubergesellschaft jedoch wollte, daß alle Gegenstände sofort zu den Elfen gegeben würden, schließlich bekamen die Menschlinge ja schon den Ruhm einen Drachen getötet zu haben, dann auch noch das Gold einzusacken sei eine vollkommene Unverschämtheit und sehr egoistisch. Langsam ging uns der Elfenkönig auf den Keks, dennoch wollten wir dem Affen.., äh Elfenkönig entgegen kommen und so fragten wir ihn, ob wir zu den Filzhütchen denn noch etwas dazu bekommen könnten. Die Geduld des Elfenkönigs war am Ende, er rief seine Orgienfreunde und drohte uns mit Gewalt, wir würden den Frieden des Waldes stören. Moment mal, hatten wir den seit dem Tod des Drachen nicht gerade wieder hergestellt? Außerdem sollten wir alle erbeuteten Gegenstände zurücklassen. Jaja, wir gingen einfach. Der Obermacker war natürlich total verblüfft, er war es nicht gewohnt, daß ihm jemand nicht gehorcht, na ja vielleicht ein Reh oder ein Hörsch, wenn man sie mit in die Ringelreiorgie einbauen wollte, doch seine Freunde und auch die Blumen und Bienchen hörten immer auf ihn. Wir gingen also weiter durch den Wald, vollbepackt mit tollen Sachen aus dem Hort. Unterwegs überlegten wir uns das alles noch einmal, vielleicht hatten wir ja wirklich wichtige Gegenstände mitgenommen. Wir legten eine Rast ein, um alle Sachen zu untersuchen und tatsächlich einige Sachen waren wirklich uralt und elfischem Ursprung. So wollten wir uns gerade auf den Weg machen, diese Sachen zurück zubringen, als auch schon die Pfeile sirrten. Schwer getroffen taumelten wir auf der Lichtung umher, ein zweiter und dritter Pfeilhagel bohrte sich in unsere Körper, warum? Wir hielten aus, um alles erklären zu können, doch die Elfen schossen weiter, als dann nach der 12. Salve alle von uns bewußtlos auf dem Waldboden lagen, bekamen wir nichts mehr mit. Wir wachten dann draußen vor dem Wald auf, den Schatz hatten sie uns weggenommen, aber auch ein Großteil der anderen Gegenstände fehlte. Völlig unterernährt und halb erfroren (auch die Fellkleidung sollte wahrscheinlich zurück an die Tiere gegeben werden) kämpften wir und bis zum nächsten Dorf durch. Wir rechneten uns schon aus, wie lange wir sparen müßten, um uns Katapulte und sonstiges schweres Gerät, was man durchaus benötigt, wenn man einen ganzen Wald niederschießen will, zu kaufen. Als wir im Dorf die Geschichte erzählten, war die ganze Bevölkerung aufgebracht. Das Gleiche hatten sie auch schon mit vielen aus dem Dorf gemacht. Ein Ohrenbetäubender Schrei ließ uns dann zu den Waffen greifen. Ein 5 Meter große Oger, bewaffnet mit einem elfischen Jagdspieß und in eine fette Mammutonpanzerrüstung gekleidet, stürmte in das Dorf hinein. Unser Magus konnte mit seinen letzten astralen Kräften noch eine magische Verbindung zwischen dem Oger und einigen Elfen herausfinden, da wurde er von dem Speer schon gegen die Holzscheune geschleudert. Allen Göttern zum Dank, daß wir diesen Kampf überlebten. Mehr Glück als Verstand spielten bei dem Kampf eine große Rolle, neben unserem kleinen Hackfleischlieferant Xoldarim natürlich. Später in Trallop trafen wir auf unsere beiden elfischen Freunde Glorfindel und Kuri, wir erzählten ihnen natürlich alles ausführlich, vielleicht wussten sie ja was wir falsch gemacht hatten. Doch anstatt uns recht zu geben schlugen sie sich auf die Seite der Elfen. Wir wären die eigentlichen Urheber dieses Konflikts und unser Benehmen wäre sehr bösartig gewesen. Wenn wir die königliche Gabe der Filzhütchen nicht annehmen, dann wären wir es selber schuld, denn diese Hütchen sind nicht nur einfach Hütchen, sie sind magisch und duften das ganze Jahr hindurch nach frischem Lavendel oder nach Butterblumen. Uns traf der Schlag, unsere eigenen Freunde waren gegen uns, doch wir bemühten uns unseren Zorn gegen Glorfindel und Kuri zu unterdrücken. Dies geschah, Swafnir zum Dank, dann auch. Nein, dachten wir (Aaron, Xoldarim, Togrim und Olaf) uns nämlich, diese verrückten Spinner mit den langen Ohren sollten es nicht schaffen einen Keil zwischen uns und unsere elfische Freunde zu rammen. Doch Glorfindel und Kuri meinten nur, daß unser Benehmen unverzeibar wäre. Sehr lange diskutierten wir mit unseren Freunden, und sie wollten sich zumindest bereit erklären, die Elfen zu überzeugen, uns unsere persönlichen Dinge wie die Zauberkugel des Magiers, oder die goldene Kette mit der Schatulle, in der ein Ölbild der Familie Xoldarims gemalt war, sowie den abgetrennten Bart des Zwergs, zurückzugeben. Zwei Wochen warteten wir auf unsere elfischen Freunde, und als sie nicht kamen, machten wir uns natürlich große Sorgen. Wir fragten im Praois Tempel nach Hilfe, und dort versprach man uns den Wald nach unseren Freunden zu durchkämmen, denn die Elfen würden bestimmt keine Geweihten angreifen, oder? Ja ganz bestimmt würden sie dies tun. Sofort liefen wir zurück zum Tempel um die Geweihten zu warnen, doch sie waren schon losgeritten. Was mit ihnen passiert ist wissen wir bis heute nicht. Am Abend dann kamen unsere Elfen Glorfindel und Kuri zurück, Swafnir sei Dank, sie lebten. Glorfindel hatte sogar neue Stiefel und Kuri einen neuen Bogen, wir waren überglücklich, daß es ihnen gut ging. Doch was hatten diese miesen Abstauber in Wirklichkeit gemacht?! Sie waren zwar zum Wald gelaufen und hatten nach einiger Zeit auch den Elfenkönig (gibt es eigentlich einen und wenn dann ist das doch Fenvarien, oder? Na ja Glorfindel meinte es gibt mehrere) gefunden. Sie erklärten auch, warum wir so wütend auf sie waren und auch, daß wir schon unser Geld zusammenkratzen, um Unheil über diesen Wald zu bringen. Doch was erreichten sie wirklich? Wir bekamen alles zurück, was die Elfen angeblich nicht brauchten, also die Kugel, das Amulett und den Bart, sowie soviel Gold, welches niemandem gehört hatte (100 D oder so, vielleicht gab es aber doch mehr und Glorfindel und Kuri haben sich das eingesteckt?). Was Kuri und Glorfindel bekamen, war jedoch die Höhe! Glorfindel bekam supermächtige Zauberstiefel und Kuri einen uralten mächtigen Zauberbogen, die beide mal von Fenvarien erschaffen wurden und dann von diesen billigen Hüttenelfen aus dem Blautann gestoh... äh, geliehen wurden. Beide Gegenstände gehörten natürlich uns, denn sie stammten ja aus dem Hort des Drachen. Da unsere Helden von diesen Artefakten nichts wußten, zogen wir dann alle gemeinsam in Richtung Süden, trotz dieses Zwischenfalls noch immer dicke Freunde. Anderen Elfen begegnen wir jedoch ab diesem Zwischenfall mit einer bestimmten Skepsis und einem Tick Aggressivität.