Wir waren da draußen IIb
Da saßen wir nun mit einer Flasche Bier
-oder-
Wir waren da draußen, Teil II (b)
(Aus Sicht von Andre, Arndt, Beni und Stefan)
Da saßen wir nun - mit einer Flasche Bier, eingemummelt in Decken - auf dem Balkon.
Über uns ein klarer Sternenhimmel, vor uns erstreckte sich das Ende des Tals mit seinen
wieder ansteigenden Berghängen. Man verfiel in Gesprächsthemen, die einen bei so einer
Atmosphäre - Knacken des Kaminfeuers, frische Luft, ein wenig Bier - halt beschäftigen......
Dann Gepolter auf dem Flur. Ein Teil des Einsatzkommandos Sperber machte sich einsatzbereit.
Olaf und Aaron (also Ändi und Ködl) hatten ihre Wanderschuhe angezogen und fragten nun,
ob wir mitkommen wollten, um mal nach diesem mysteriöse Bergfeuer zu sehen, welches wir
vom Balkon aus entdeckt hatten - vielleicht gebe es da ja Pfadfinder oder Camper, die nur
darauf warteten, ein bißchen aufgescheucht zu werden. Beni, Arndt, André und ich (Stefan)
konnte uns aber nicht so richtig aufraffen, weil es so gemütlich war. Ändi murmelte beim
Hinausgehen noch irgendwas von "elfischer Lethargie" usw..., aber da fiel die Wohnungstür
auch schon ins Schloß. Vor uns breitete sich schwärzeste Nacht aus. Hin und wieder hörte man das Rufen eines Käuzchens oder das Rauschen des Windes in den Bäumen. Dann leise Schritte auf der Wiese unter unserem Balkon und ein kurzes Taschenlampensignal. Sie brachen auf. Wir unterhielten uns auf dem Balkon und wurden, außer von einem zarten Läuten (hatten sie etwa gerade die Alarmkuh passiert?), nicht gestört. Dann suchten wir wieder Kontakt zu unseren unternehmungslustigen Freunden. Beni blinkte mit einer Taschenlampe in die Nacht hinaus. Als Antwort erhielt er ein Lichtsignal aus erstaunlicher Entfernung. Ködl und Ändi waren schnell voran gekommen und hatten die Hälfte der Wegstrecke schon hinter sich gelassen. Auf dem Balkon malte man sich unterdessen aus, wer dort wohl dieses große Feuer entzündet haben könnte. Dann plötzlich Schreie. Kurz darauf zwei sich schnell vom Feuer entfernende Lichter. Das mußten bestimmt Ändi und Ködl sein. Dann flogen Fackeln hinter den Beiden her. Hatten sie jemanden erschreckt? Aber weshalb wurden sie dann so hartnäckig vertrieben? Irgendwelche Asoziale, die sie verprügeln wollten? Oder die Schweizer
Soldaten, die tagsüber Schießübungen im Wald gemacht hatten? Wilde Lichtsignale schienen
uns um Hilfe zu rufen. Panik machte sich auf dem Balkon breit, als einer unserer Freunde
gestürzt zu sein schien. Kurz vorher hatten sich die Lichter unglaublich schnell über
den Berghang bewegt und das bei Dunkelheit! Lichtsignale wurden abgebrochen um unser
Domizil den Verfolgern nicht zu verraten.
Dann wieder Schreie. Die Lichter erloschen. Wir wollten raus und ihnen helfen. Nur wohin?
Als wir uns gerade umzogen, hörten wir erschöpftes Schnauben und Getrappel auf dem Hof
- Ködl und Ändi waren zurück. Bis wir allerdings die wahre Geschichte erfuhren, sollte
noch einige Zeit vergehen...